Mittwoch 13. Mai

Schon von weitem ist sie sichtbar, sie thront hoch oben auf dem Hügel, die Fränkische Kreuzritterburg aus dem 13. Jahrhundert. Erbaut 1220 bis 1240 von dem fränkischen Kreuzritter Gottfried von Villehardouin, hat sie das letzte Jahrtausend standfest überdauert. Sie diente dem Fürsten von Achaia als Residenz und zur Verteidigung seines, im Rahmen der vorgeblich religiösen Kreuzzüge, angeeigneten Besitzes. Die Ausmaße dieser Burg sind gewaltig, dagegen nehmen sich die Münsterländer Wasserburgen armselig aus. Mit dem Roller fahren wir über Berg und Tal die sechzehn Kilometer zu diesem Kleinod gotischer Baukunst und erklettern den Burgberg. Von hier oben haben wir einen fantastischen Überblick über die umgebende Landschaft und das nahe Meer.
Kreuzritterburg in der Landschaft
Kreuzritterburg in der Landschaft
Blick von oben über Land und Meer
Blick von oben über Land und Meer
Im Burginneren
Im Burginneren
Burgfräulein
Burgfräulein

Freitag, 15. Mai

Arkoudi ist ein kleiner Ort in der näheren Umgebung unseres Campingplatzes. Eigentlich ist es nur eine kleine Ansammlung von Häusern, die sich an einer niedrigen Steilküste den Hang hinaufziehen. Es ist ein pittoreskes Bild, wenn man den Ort von der Meerseite aus erreicht, wir kommen allerdings mit dem Roller von der Landseite und verirren uns gleich in einem Gewirr der Sträßchen und Gässchen. Wir lassen unseren fahrbaren Untersatz stehen und machen uns zu Fuß auf den Weg. Eine schmale Treppe führt zum Strand hinunter und von hier aus sehen wir Arkoudi in seiner einfachen Schönheit. Der kleine Supermarkt im Ort verkauft wohlschmeckende Erdbeeren, auf der Terrasse eines  kleinen Restaurants nehmen wir einen kleinen Imbiss zu uns und genießen von hier aus das wunderschöne Panorama.
Blick auf Arkoudi von der Wasserseite.
Blick auf Arkoudi von der Wasserseite.
Gässchen im Ort.
Gässchen im Ort.
Blick von der Panoramaterrasse.
Blick von der Panoramaterrasse.

Samstag, 16. Mai

Für heute ist Regen und Wind vorhergesagt. Wir beschließen, unsere Zelte im Camping „Ionion Beach“ abzubrechen und uns auf den Weg zum Apollontempel von Bassae zu machen. Er liegt gut zwei Autostunden entfernt, wir stehen daher früher auf und sind schon um kurz nach neun Uhr unterwegs. Unterwegs tanken wir noch für preiswerte 1,72 Euro und füllen auch gleich noch unseren Gastank auf. Im Supermarkt „My Market“ kaufen wir ebenfalls noch schnell ein, jetzt sind wir wieder für alle Eventualitäten gerüstet. Der Apollontempel ist der besterhaltene griechische Tempel der Antike. Er ist knapp zweieinhalbtausend Jahre alt und gehört zum Weltkulturerbe. Mittlerweile ist er komplett überdacht, er steht in einem Zelt, das Verpackungskünstler Christo zur Ehre gereichen würde. Der Tempel steht im Gebirge in einer Höhe von 1100 Meter. Der Weg hierhin gleicht einer Fahrt auf einer Achterbahn: Viele Kurven, es geht bergauf, bergab. Das Wetter ist wie vorhergesagt: Regnerisch, die Wolken hängen tief, der Tempel ist von grauen Nebelschleiern eingehüllt. Aber - er ist ja gut verpackt. Die Besichtigung kann im Zelt stattfinden. Wir bewundern dieses Bauwerk, das die letzten zweieinhalbtausend Jahre so gut überstanden hat. 
Zeltbau für den Tempel.
Zeltbau für den Tempel.
Unter Dach und Fach: Zweieinhalbtausendjährige Baukunst.
Unter Dach und Fach: Zweieinhalbtausendjährige Baukunst.
Besucherin
Besucherin
Nach soviel Kultur geht es weiter: Wir fahren nach Pylos zu einem kleinen Campingplatz am Strand.
Stellplatz am Strand von Pylos.
Stellplatz am Strand von Pylos.

Sonntag, 17. Mai

Direkt vor unserem Wohnmobil liegt das Meer - was liegt da näher, als direkt nach dem Aufstehen ins Wasser zu springen, um richtig wach zu werden. Etwas kühl ist das Wasser ja schon nach dem heftigen Wind gestern. Da wurde das Meer so richtig durchgemischt. Eine heiße Dusche bringt dann den Kreislauf noch mal so richtig in Schwung, da schmeckt das Frühstück gleich noch mal so gut.
Heute fahren wir mit dem Roller nach Pylos, einem kleinen Ort in der Nähe,  der seine Entstehung wohl der Festung der Venezianer verdankt. Wir nähern uns der Altstadt von oben her, dies erlaubt einen schönen Blick auf den kleinen Hafen. Kleine Geschäfte und Restaurants prägen das Bild um das Hafenbecken, der Ort wächst nach oben, viele Treppen erschließen das Gelände am Hang. Wir nutzen die Gelegenheit um uns mit Souvlaki (Spießchen) und Moussaka (Auberginenauflauf) zu stärken. Einfach und sehr lecker…
Pylos von oben.
Pylos von oben.
Im Hafen
Im Hafen
Eine der zahllosen Treppen.
Eine der zahllosen Treppen.

Montag, 18. Januar

Der Presslufthammer dröhnt, die Baggerschaufel frisst sich in den Straßenasphalt - auf der Straße neben dem Campingplatz ist nach dem Wochenende wieder Baustellenbetrieb und die verursacht einen Höllenlärm. Wir frühstücken gerade, als die Stille ein Ende hat. Kurz entschlossen beschließen wir, nach Finikounta zu fahren. Auf dem Campingplatz Thines treffen wir Martha und Jochen, Freunde aus Coerde, mit denen wir schon in Münster vereinbart haben, dass wir uns auf dem Peloponnes treffen. Wir freuen uns über die Ruhe hier, es ist ein schöner Platz, direkt am Meer. Am Nachmittag machen wir einen gemeinsamen Spaziergang in den Ort mit dem kleinen Hafen, anschließend genießen wir noch den Nachmittag in einer kleinen Bar am Meer.

Tor zum Meer.
Tor zum Meer.
Strand
Strand
Finikounta
Finikounta

Dienstag, 19. Mai

Unser Platz liegt etwas außerhalb von Finikounta, zum Einkaufen müssen wir am Strand entlang bis in den Ort laufen. Gestern haben wir uns bereits einen kleinen Überblick verschafft, unsere Anlaufstellen sind ein Getränkehändler, ein Supermarkt und der Metzger. In Finikounta ist es noch sehr ruhig, die Saison hat noch nicht begonnen. Wir können neben den notwendigen Einkäufen noch etwas durch die leeren Straßen und am Strand entlang bummeln. Auf dem Rückweg besuchen wir noch den kleinen Friedhof, der, am Steilufer angelegt, den Blick auf das umgebende Mittelmeer freigibt. 
Unterwegs zum Einkaufen.
Unterwegs zum Einkaufen.
In Finikounta
In Finikounta
Auf dem Friedhof.
Auf dem Friedhof.

Mittwoch, 20 . Mai

Die kleine Stadt Methoni liegt an der Südwestspitze der Peloponnes und hat eine wechselvolle Geschichte hinter sich. Schon in der  Odysse von Homer wird sie erwähnt. Die beste Zeit hatte der Ort wohl unter der Herrschaft der Venezianer, die ihn mit einer gewaltigen Mauer umgaben und einen Wehrtum ins Meer bauten, der die Siedlung schützte und auch Seefahrern als Signal diente. Im zweiten Weltkrieg wurde die Stadt von den Alliierten bombardiert, die Altstadt blieb als Ruine stehen. Das neue Methoni ist vor den Toren der Altstadt aufgebaut, Touristen besuchen jetzt die Ruinen.
Nach unserem Besuch trinken wir noch einen Cappuccino in einem Café, da kommen urplötzlich Christoph und Ute mit ihrem VW Camper vorbei. Das gibt natürlich ein großes Hallo!
Eingang zur Altstadt
Eingang zur Altstadt
Ausgang zum Wehrturm
Ausgang zum Wehrturm
An der Stadtmauer
An der Stadtmauer

Freitag, 22. Mai

Die Venezianer bezeichneten Methoni und Kóroni als „die beiden Augen“, es waren wichtige Festungsstädte, die den See- und Handelsweg nach Konstantinopel und in den Orient sicherten.
Heute ist sowohl Koróni als auch Methoni eine Stadt, bei der der Tourismus im Vordergrund steht. Zwischen beiden Orten liegt der Höhenzug des Lykodimo, der die messenische Halbinsel teilt. Finikounta liegt ziemlich in der Mitte und deshalb gehen wir heute auch den Besuch von Kóroni an. Die Fahrt führt uns durch eine begeisternde Hügellandschaft, die von Macchia und Olivenhainen geprägt ist. Von oben aus haben wir einen fantastischen Ausblick auf die Bucht von Kóroni, unser Roller schafft die lange Bergstrecke im Übrigen mit Bravour. Eine enge Serpentinenstraße führt uns hinunter in den Ort, dessen Uferpromenade im wesentlichen von kleinen Restaurants geprägt ist. Es gibt einen kleinen Hafen und über allem thront die Ruine der ehemaligen Venezianerfestung. Zu guter Letzt entdecken wir auch noch ein Fischgeschäft - unser Abendessen für heute ist gesichert. 
Festungsruine von Kóroni.
Festungsruine von Kóroni.
Kleine Pause im Hafencafé.
Kleine Pause im Hafencafé.
Wandgemälde am Fischrestaurant.
Wandgemälde am Fischrestaurant.

Sonntag, 24. Mai

Vom Campingplatz aus laufen wir am Meer entlang Richtung Finikounta. Wir überqueren den Bergrücken entlang des schmalen Weges, der uns durch die Bebauung wieder hinunter in den Ort führt. Die Häuser sind mit farbenprächtigen Blumen geschmückt, eine prächtige Bougainvillea strahlt in kräftigem Rot. Unser Ziel ist ein kleines Familienrestaurant, in der Auslage wird mit traditionellen griechischen Gerichten geworben. Die Wirtin bittet uns in die Küche, dort können wir unsere Wünsche äußern. Wir entscheiden uns für mit Reis gefüllte Tomate und eine Paprika, dazu ein Aubergine mit Gemüse belegt. Dazu ein frischer Seebarsch vom Grill. Ein köstliches einfaches Pfingstessen für unseren letzten Abend hier am Ort. Morgen fahren wir weiter nach Gythion.
Auf dem Weg nach Finnikounta.
Auf dem Weg nach Finnikounta.
Blumenpracht
Blumenpracht
Traditionrestaurant
Traditionrestaurant